30. November 2009: Verlass dich niemals auf Google!

Prakti bei der BILD Bremen

Prakti bei der BILD Bremen

Morgens um 8.15 Uhr mache ich mit dem Zug auf dem Weg von eine Hansestadt in die andere. Während draußen die Felder an mir vorbeirauschen, werde ich schläfrig. Andrea (meine Chefin) schickt mich für zwei Wochen zur Bild Bremen, damit ich mal einen Einblick in den Redaktionsalltag bei einer Tageszeitung bekomme. Ich freu mich drauf. Um 10 Uhr stehe ich endlich vor dem Gebäude der Bild-Zeitung Bremen: Faulenstraße 54. Dank Google war ich erst an der falschen Adresse. Der Suchmaschinengigant schickte mich in die Knochhauerstraße 27, obwohl die Bild Bremen da schon ewig nicht mehr sitzt. Erste Lektion des Tages: Verlass dich niemals auf Google!

Kurz nachdem ich ankomme, findet auch schon die allmorgendliche Konferenz statt. Schließlich wollen auch die Regionalseiten mit spannenden Themen gefüllt sein. Wörter wie „Aufmacher“ und „Fänger“ fliegen mir um die Ohren. Nach der Konferenz herrscht im Redaktionsraum rege Betriebsamkeit. Und auch ich bin durchaus betriebsam: Ich darf nämlich die heutigen Bremer Tipps für die Seite 3 schreiben. Und so schreibe ich etwa 60 Zeilen Konzert-, Musik- und Theatertipps. Auch für das Bild-Bremen-Lesertelefon bin ich verantwortlich. Bei Lesertelefonen dachte ich zumindest immer, da würde niemand anrufen. Da werde ich eines Besseren belehrt. Zweite Lektion des Tages: Leser nutzen tatsächlich Lesertelefone! Um sich zu beschweren, Meinungen zu Artikeln zu äußern, aber auch um Missstände in lokalen Firmen aufzuzeigen. Interessant!

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