Um sieben klingelt mein Wecker und ich habe sofort einen Ohrwurm: „Ti amo“ von Howard Carpendale. Eigentlich nicht unbedingt mein Musikgeschmack, aber das Tier in meinem Hörorgan hat seinen Grund. Howie – wie seine Fans ihn liebevoll nennen – kommt heut in die Redaktion. Das Lied will mir einfach nicht aus dem Kopf, auch als ich schon auf dem Weg nach Bremen bin. Hm, so schlecht ist es ja eigentlich gar nicht … „Was ist geblieben, von deinem Mich-Lieben, von hundert Mal ‘Ti Amoooooo’ …“
Am frühen Nachmittag huscht Herr Carpendale mit seinem Team in den Konferenzraum. Ich sehe ihn für eine Viertelsekunde. Hm, irgendwie schon nett, habe ich doch als kleines Mädchen meinen Eltern „Hello again“ entgegengeschmettert (glaube ich; na ja, um ehrlich zu sein, stand ich mehr auf Juliane Werding). Eigentlich wollte der Sänger nur eine Viertelstunde bleiben, kommt aber nach dem Kurzinterview sogar in den Redaktionsraum für ein Foto mit dem Chefredakteur. Er scheint wirklich freundlich und auf dem Boden geblieben zu sein, greift in unsere Gummibären-Schale.
Morgen ist mein letzter Tag bei der BILD Bremen. Aber ich glaube an den Spruch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Und dann sag ich: „Hello again.“
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