Der Fachvortrag als effizientes PR-Instrument

Der Fachvortrag - ein effizientes PR-Instrument
Vorträge zeigen Kompetenz und erhöhen die Reputation

Um die Kompetenz eines Unternehmens insbesondere im B-to-B-Bereich zu zeigen, können Expertenvorträge auf Branchenevents ein sehr sinnvolles und effizientes PR-Instrument sein. Besonders attraktiv ist es für Speaker, auf unabhängigen, nicht gesponserten Fachkongressen, Tagungen und Workshops zu sprechen. Der Referent wird hierbei aufgrund seines Expertenwissens von den Veranstaltern eingeladen und muss sich nicht teuer über Sponsoring-Pakete „einkaufen“. Wie man sich erfolgreich als Speaker für einen Kongress bewirbt, erfahren Sie hier.

In sechs Schritten erfolgreich als Speaker auf Kongressen bewerben:

  1. Erstellen Sie eine Liste mit Events, auf denen Sie Ihre Zielgruppe antreffen. Fragen Sie dazu auch Ihre Mitarbeiter, den Vertrieb und Ihre Kunden. Einen guten Anhaltspunkt bieten auch die Besucherstatistiken der Veranstalter oder das Kongressprogramm aus dem Vorjahr. Eine Liste der Online-Events 2012 können Sie sich hier anschauen!
  2. Prüfen Sie, unter welchen Bedingungen Referenten Vorträge halten dürfen: Besteht die Veranstaltung aus gesponserten Slots oder werden die Referenten vom Veranstalter eingeladen? Teilweise findet eine Kombination aus beiden Möglichkeiten statt.
  3. Identifizieren Sie in Ihrem Unternehmen Experten und erstellen Sie für diese jeweils auf einer Seite ein Speaker-Profil, das die Person als Experte ausweist. Eine Übersicht zur Fachkompetenz des Referenten und eine Liste von den gehaltenen Vorträgen dürfen  nicht fehlen.
  4. Planen Sie zeitlich ein halbes Jahr Vorlauf ein, um ein Thema auf einem Kongress zu platzieren.
  5. Legen Sie dann für jede Veranstaltung, auf der Sie sich oder Ihren CEO als Sprecher vorschlagen wollen, ein Thema fest, das genau zum Programm passt. Bitte keine Zweit- und Drittverwertung von alten Vorträgen.
  6. Kontaktieren Sie gezielt die Organisatoren der gewählten Veranstaltung und schlagen Sie Ihren Experten mit seinem Thema vor. Fassen Sie zur Not nach 4 Wochen erneut nach, aber bitte nicht nerven. Am besten punkten Sie sofort mit einem knackigen Thema und sind „drin“. Wenn nicht, machen Sie es das nächste Mal besser.

Gut vorbereiten!

Wichtigste Regel, die leider gern im Alltagstress vernachlässig wird ist: Bereiten Sie sich gut auf den Vortag vor und zwar nicht erst morgens auf der Zugfahrt. Immer wieder sieht man auf Fachkonferenzen Fehler in den Präsentationen; gern wird auch mal vergessen, das alte Logo der vorherigen Veranstaltung aus der Powerpoint zu entfernen oder das alte Datum entlarvt den recycelten Vortrag. Gerade im B-to-B-Bereich ist der Markt überschaubar und oft treffen sich dieselben Leute über das Jahr auf den gleichen Kongressen wieder. Auch wenn Sie ein Thema erneut präsentieren möchten, gibt es sicherlich ein paar neue Erkenntnisse, die Sie einfließen lassen können.

Die Vorbereitung wird von den Referenten in der Praxis häufig als “mühsam” und “unnötig” empfunden. Als gutes Argument bringe ich daher bei meinem Kunden immer an, dass ein „Sponsored Speaking“ gern vier- bis fünfstellige Marketingkosten verursacht und dabei weniger für die Reputation bringt. Da stehen die 2-3 Stunden Vorbereitungszeit doch gleich in einem ganz anderen Licht.

Mit Fallstudien und Nutzwert punkten

Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass insbesondere der Nutzwert für den Zuhörer entscheidend ist. Das können Fallstudien sein oder Checklisten mit konkreten Tipps für die Zuhörer. Versuchen Sie unbedingt auf einer übergeordneten Ebene zu denken und simplifizieren Sie, wo es geht. Denn das Publikum ist meist sehr heterogen und es muss für alle etwas Passendes dabei sein. Genau das bestätigen auch die Call-For-Paper-Formulare der Kongressorganisatoren – z. B. hier http://socialmediaeconomy.de/bewerbung-als-referent/#formular-cs

Schlechte Vorträge wirken sofort …und länger

Positives Feedback via Twitter
Positives Feedback via Twitter

Wenn Sie häufiger zu einem speziellen Thema referieren, etablieren Sie sich in der Branche und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie als Experte direkt von den Veranstaltern angesprochen werden. Es gilt aber auch: Wer schlecht referiert oder einen marketinglastigen Vortrag zugunsten seines eigenen Unternehmens hält, wird direkt von der Zuhörern bestraft. Wer in der Onlinebranche arbeitet, der weiß, wie schnell sich News viral über soziale Kanäle verbreiten lassen. Dies gilt aber eben auch für gute Vorträge.

Und schließlich will auch die Wahl des Referenten gut überlegt sein.  Es muss nicht immer der CEO sein, der einen Vortrag hält. Manchmal entpuppt sich ein Mitarbeiter als Naturtalent im Reden und dieses Talent darf ruhig mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Wenn Sie häufiger für einen Vortrag angefragt werden und sich dennoch unsicher im Sprechen vor Publikum fühlen, empfiehlt sich ein professionelles Medientraining.

Was bringen Vorträge für mein Unternehmen?

  • Bekanntheit Ihres Produkte und deren Nutzwert
  • Reputation
  • Expertenstatus für den Vortragenden
  • Neue Kunden
  • Neue Kontakte zu Vertriebspartnern, Investoren

Fazit: Wer es schafft, sich als Experte so zu präsentieren, dass er von dem Kongressbeirat oder den Organisatoren für ein Vortrag eingeladen wird, hat viel erreicht hinsichtlich Reputation, Expertise und bezüglich der Gewinnung neuer Kunden, Kooperationspartner und Investoren. Der Weg dahin ist etwas mühsam, aber es lohnt sich. Und wer weiß, vielleicht haben Sie sich in der Szene irgendwann einen Namen gemacht und können für Ihren Auftritt sogar ein Honorar verlangen

Text: Andrea Buzzi


Verwandte Artikel

Andrea Buzzi ist Inhaberin der PR-Agentur Frau Wenk +++. Das Internet steht in ihren Augen für neue Geschäftsmodelle, kurze Innovationszyklen und ist eine Erlösquelle für alle mit guten Ideen.

Weitere Artikel von Andrea Buzzi

Dies ist ein Service der Agentur Frau Wenk+++ PR & Marketing für die digitale Welt aus Hamburg