Redaktionelles SEO – Die Keyfacts aus dem Seminar der artaxo AG

Vieles weiß man schon, aber lange noch nicht alles. Denn in die Karten gucken lässt sich der Suchmaschinenriese Google nicht und somit entstehen immer wieder neue Erkenntnisse, Mythen und Fehlerquellen rund um das Thema SEO (Search Engine Optimization).

Im Seminar „Redaktionelles SEO für Leser und Suchmaschinen“ der artaxo AG am 23. August wurde der aktuelle Stand auf den Punkt gebracht – hier die wichtigsten Facts:

Hamburg Business Club

In der herrschaftlichen Villa des Business Club Hamburg informierte artaxo die Seminarteilnehmer über aktuelle Entwicklungen und Trends der SEO.

SEO-Grundlagen

SEO umfasst alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind, eine bessere Platzierung in den organischen Suchergebnissen zu erreichen. Am liebsten natürlich auf der ersten Seite – denn laut artaxo schauen sich 87 Prozent aller Suchmaschinennutzer nicht mehr als die erste Trefferseite an. Seit Einführung der Universal Search in 2007 ist es möglich, seine Inhalte in den SERP (Search Engine Result Pages) noch differenzierter darzustellen und die Aufmerksamkeit des Suchenden auf die Shopping-, Google+, Local-, Bilder-, Video- oder News-Treffer zu lenken. Auch die Auszeichnung über Rich Snippets, wie zum Beispiel mit Erfahrungsberichten, Musik, Rezepten, Apps oder Events, liefern den Suchenden auf den ersten Blick wichtige Informationen über den Treffer und stechen direkt ins Auge.

OnPage-Optimierung – auf den Content kommt es an

Die Maßnahmen für die SEO unterteilen sich in OffPage und OnPage. OnPage hat man die Möglichkeit, seine eigene Seite auf relevante Keywords zu optimieren, die man mit Hilfe von gängigen Keywordtools wie ubersuggest.org, metager.de, Google Trends oder Google Suggest definieren kann. Regelmäßig neue und aktualisierte Texte – je umfangreicher desto besser – „informieren“ Google darüber, dass man eine Expertise auf einem bestimmten Gebiet besitzt, was das Ranking der eigenen Seite verbessert. Weitere wichtige Faktoren bei der OnPage-Optimierung sind einzigartige Inhalte mit deutlichem Mehrwert, eine klare Architektur der Seitenstruktur mit flachen Hierarchien, wenige und gut platzierte Adblöcke, interne Verlinkungen zur Verteilung der „Linkpower“, durchstrukturierte Texte mit html-Tags für Title, Überschriften und Bilder, sprechende URLs sowie gute Nutzersignale wie Social Signals, lange Aufenthaltszeiten und wiederkehrende Besucher. Keywords sollten natürlich und in den verschiedensten Zusammensetzungen verwendet werden – Keywordstuffing ist dabei ein absolutes NoGo! Seit dem ersten Panda-Update in 2011 werden Seiten mit sogenannten Content-Farmen ohne Mehrwert, mit schlechten Texten und Duplicate Content mit einem schlechten Ranking bestraft.

Ausblick vom Hamburg Business Club

Mit Blick auf die Elbe lernte es sich besonders gut: Die artaxo AG hatte bei der Auswahl der Seminarräume den richtigen Riecher.

OffPage-Optimierung – Mythos Linkbuilding

Ein bekanntes Mittel der OffPage-Optimierung ist das Linkbuilding. Allerdings widerspricht das aktive Linkbuilding den Webmaster-Richtlinien von Google und seit dem Penguin-Update in 2012 werden Seiten mit unnatürlichem Backlink-Profil durch Linktausch, Linkkauf und Linkbait schlechter gerankt. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist die nicht-reziproke Verlinkung. Das heißt, eine Verlinkung findet nicht nur wechselseitig zwischen zwei Websites statt, sondern es wird eine Seite dazwischen geschaltet. Grundsätzlich sollten hochwertige Links generiert und auf Qualität statt Quantität gesetzt werden. Brandbuilding, Themenrelevanz der Linkgeber, Diversität und Natürlichkeit, offensichtlich gekaufte Links abbauen und verlinkungswürdige Inhalte schaffen  – als dies sind Maßnahmen, die eine Website vor Penguin schützen.

Ohne Google-Ads auf Seite eins

Für das Ranking in den SERP gibt es viele unterschiedliche Faktoren, jedoch sind lange nicht alle bekannt, denn auch hier hält sich Google bedeckt. Analysen zeigen jedoch, welche Eigenschaften gut rankende Seiten im Durchschnitt häufiger haben als schlechter rankende Seiten. Dazu gehören: schnelle Ladezeit einer Seite, hohe Klickrate in den Suchergebnissen, qualitativer Content, Verwendung von Keywords in Titlen, Hauptüberschriften, Fließtexten und die natürliche Anzahl und hohe Qualität bestehender Backlinks. Social Signals haben keinen direkten Einfluss auf das Ranking, denn Facebook wird zum Beispiel bei Google weitgehend vom Crawling ausgeschlossen. Allerdings schafft Social Media Reichweite und baut die Reputation auf, was einen indirekten Einfluss auf das Ranking haben kann, da durch eine große Reichweite und Reputation wiederum natürliche und dadurch sehr hochwertige Links generiert werden können.

Unser Fazit: Wer der Onlinebevölkerung wertvollen Content in Form von knackigen Texten, informativen Whitepapern, unterhaltenden Infografiken oder spannenden Umfragen bietet, wird letztlich nicht nur mit hochwertigen Links belohnt, sondern auch von Google mit einem guten Ranking.

Und um den eigenen SEO-Erfolg überprüfen zu können, eignen sich Tools wie Google Analytics, Google Webmaster Tools, SEOlytics, Sistrix oder Searchmetrics.

 


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