CXO-Panel: EU-US Privacy Shield

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Safe Harbor ist passé, das EU-US Privacy Shield soll nun die Zukunft sein. / Bild: Q.pictures / pixelio.de

Im Rahmen des CXO-Panels befragt die Agentur Frau Wenk +++ jeden Monat wichtige Führungskräfte der Digitalwirtschaft zu einem aktuellen Netzthema. Diesmal beschäftigt sich das Panel mit den neuesten datenschutzrechtlichen Entwicklungen.

Die EU-Kommission und die US-Regierung haben sich auf ein neues Abkommen für den Datentransfer von der EU in die USA geeinigt. Safe Harbor ist passé, das EU-US Privacy Shield soll nun die Zukunft sein. „Ganze 15 Jahre dauerte es, den Safe-Harbor-Pakt ad absurdum zu führen. Das ist der eigentliche Skandal. IBM, Microsoft, Dropbox, Facebook und andere mehr stehen doch nicht erst seit gestern für fragwürdige Datenverarbeitungen respektive Datenweitergaben“, sagt Thomas Kabke-Sommer, Geschäftsführer der Online-Mediaagentur Kontor Digital Media.

Noch ist unklar, ob das EU-US Privacy Shield überhaupt vor dem europäischen Gerichtshof Bestand haben wird. Die befragten Führungskräfte betrachten die jüngsten Entwicklungen zwiespältig. Zwar sagt fast die Hälfte (43,5 Prozent), dass das neue Abkommen keine Auswirkungen auf die künftige Ausrichtung ihres Unternehmens haben wird. Aber immerhin 39,1 Prozent befürchten schon Konsequenzen für das eigene Geschäftsmodell, wissen aber noch nicht welche. Ganz konkret das eigene Geschäftsmodell oder die Produktpalette ändern müssen nach eigenen Angaben aber nur 4,3 Prozent der Befragten.

In diesem Zusammenhang wurde auch hinterfragt, welche Akteure bei der Ausgestaltung von datenschutzrechtlichen Richtlinien beteiligt sein sollten. Die meisten der befragten Führungskräfte (42,1 Prozent) sprechen sich für NGOs aus. 26,2 Prozent meinen, dass dies eine Sache der Branchenverbände sein sollte, sowie weitere 26,2 Prozent, dass die derzeitige doppelte Regulierung aus NGOs und Politik der richtige Weg ist. Lediglich 5,3 Prozent sind der Meinung, dass einzig die Politik entscheiden sollte.

 

Welche Institutionen sollten sich um datenschutzrechtliche Fragen kümmern?

 

Ben Prause, Geschäftsführer eprofessional GmbH

Ben Prause, Geschäftsführer eprofessional GmbH

Ben Prause , CEO bei eprofessional: „Das aktuelle Setup passt einfach nicht mehr in die tatsächliche Nutzung. Die Sensibilität bei Verbrauchern aufzubauen ist richtig, jedoch sollten sie aus meiner Sicht nicht von der Politik bevormundet werden. Am Ende entscheidet jeder Nutzer selbst, was er preiszugeben will.“

Marco Kersch, Mitglied der Geschäftsleistung bei AZ Direct (arvato Digital Marketing): „Die neue Gesetzgebung sollte im Wettstreit aller beteiligten Interessensvertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbraucherschutz erfolgen. Die Umsetzung des Datenschutzes bleibt dann natürlich Aufgabe jedes Unternehmens, das sich den neuen Rahmenbedingungen gemäß umstellen muss.“
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Die führenden Köpfe der Internetbranche nehmen Stellung zu aktuellen Themen der digitalen Welt. Dafür befragen LEAD digital und Agentur Frau Wenk +++ regelmäßig Entscheider der digitalen Wirtschaft zu aktuellen Themen. Die Teilnehmer am CXO-Panel sind Geschäftsführer, Vorstände und Manager auf Geschäftsleitungsebene. Die Ergebnisse erscheinen monatlich in LEAD digital.

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