CXO-Panel: Offene WLAN-Hotspots pushen Online-Dienste

Offene Internet-Hotspots in Cafés und anderen öffentlichen Plätzen könnten bald in Deutschland gang und gäbe sein (Bild: VisualHunt)

Offene Internet-Hotspots in Cafés und anderen öffentlichen Plätzen könnten in Deutschland bald gang und gäbe sein (Bild: VisualHunt)

Im Rahmen des CXO-Panels befragen wir jeden Monat wichtige Führungskräfte der Digitalwirtschaft zu einem aktuellen Netzthema. Diesmal beschäftigt sich das Panel mit den möglichen Auswirkungen der Abschaffung der Störerhaftung auf Online-Dienste.

Die Bundesregierung hat angekündigt, sich von der sogenannten Störerhaftung verabschieden zu wollen. Diese schreibt Betreibern von WLANs bislang eine Haftbarkeit für die Tätigkeit ihrer Online-Gäste zu. Der erklärte Wille zur Abschaffung dieser Regelung lässt sich allerdings nicht umsetzen, da sich ein entsprechender Passus zwar in der Gesetzesbegründung, nicht aber in dem tatsächlichen Gesetzestext befindet. „Ob die Störerhaftung wirklich vom Tisch ist, muss sich erst noch zeigen. Aktuell ist da große Skepsis angebracht“, sagt Elmar Schwarzl, Head of Marketing bei Community Life.

Die Abschaffung der Störerhaftung könnte jedoch den Weg frei machen für öffentliche Hotspots unter anderem in Handel, Cafés und Gastronomie – mit deutlichen Auswirkungen auch auf bestimmte Online-Dienste. Nahezu jeder zweite befragte Digitalentscheider glaubt beispielsweise, dass vor allem Social-Media-Plattformen von der Abschaffung der Störerhaftung profitieren, gefolgt von Streaming-Angeboten (42 Prozent) sowie E-Mail-Diensten und Mobile-Commerce-Lösungen (jeweils 37 Prozent). Dass Messenger und Games häufiger genutzt werden, meint zudem jeder Fünfte. Weitere fünf Prozent vermuten, dass sich die Häufigkeit von Suchanfragen erhöht, wenn User über Hotspots im Web surfen. Lediglich 16 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich das User-Verhalten durch die Abschaffung der Störerhaftung nicht ändern wird.

Eine Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft unter 1.000 Online-Usern kommt übrigens zu einem ähnlichen Ergebnis: Zwei von drei Internetnutzern in Deutschland würden Online-Dienste über frei zugängliche WLANs häufiger nutzen als zuvor.

In welchen Bereichen hat die Bundesregierung noch besonderen Nachholbedarf, die bis 2018 gesteckten Ziele zu erreichen?

Simon Gollman, Geschäftsführer SG Media sg media + marketing: „E-Governance ist in Zeiten von überfüllten Service-Centern bei Ämtern und Behörden und ewigen Wartezeiten stark ausbaufähig.“

Matthias Wahl, BVDW-Präsident / Bild: BVDW

Matthias Wahl, BVDW-Präsident (Bild: BVDW)

Matthias Wahl, Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft: „Die Bundesregierung hat 8 Mrd. Euro für Den Breitbandausbau bereitgestellt. nötig sind 80 Mrd. Euro. Deutschland hätte die für die Wirtschaft benötigten Investitionen, es scheitert einzig an der politischen Priorisierung.“

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Stefanie Müller ist seit Januar 2016 PR-Redakteurin bei der Agentur Frau Wenk +++. Erste PR-Erfahrungen sammelte sie bei Faktor 3. Ihr Volontariat absolvierte sie in der Fachredaktion von OnetoOne, wo sie sich unter anderem Kenntnisse der AdTech-Branche und Internetwirtschaft aneignete. Dort war sie zuletzt als Redakteurin für Print und Online tätig.

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