85 Prozent begrüßen einfachere Rückgabe von Elektroschrott

Elektroschrott: Rückgabewelle verschont Online-Händler / Bildachweis: Frank Radel / pixelio.de

Elektroschrott: Rückgabewelle verschont Online-Händler / Bildachweis: Frank Radel / pixelio.de

Schon seit 2006 dürfen ausgediente Elektrogeräte nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden. In der Praxis erreicht jedoch nicht einmal die Hälfte des jährlich anfallenden Elektroschrotts die Recyclingstellen. So gehen wertvolle Rohstoffe verloren und die Umwelt wird belastet. Der Gesetzgeber hat deshalb mehr und einfachere Rückgabemöglichkeiten vorgeschrieben: Seit dem 25. Juli 2016 müssen größere Online-Shops ausgediente Elektrogeräte zurücknehmen, wenn sie Elektronikprodukte im Sortiment führen. Für Filialgeschäfte gilt diese Regelung bereits seit Oktober 2015, sofern ihre Ladenfläche größer ist als 400 Quadratmeter.

Künftig nehmen dann also nicht nur Recyclinghöfe, sondern auch Elektronikhändler ausrangierte Geräte an. Online-Händlern kann man den Schrott portofrei zusenden. Für jeden dritten Deutschen ist die Neuregelung willkommener Anlass, um Keller und Dachböden auszumisten. Der Löwenanteil des Elektromülls landet voraussichtlich nicht bei den Online-Shops, sondern in Ladengeschäften. Das ergab eine onlinerepräsentative Umfrage unter 1007 Teilnehmern im Auftrag des europäischen E-Commerce-Anbieters Lengow.

85 Prozent der Befragten begrüßen diese Vereinfachung. 82 Prozent sehen darin einen wichtigen Fortschritt für den Umweltschutz – und dies nicht nur auf einer abstrakten Ebene, sondern mit konkreten Auswirkungen für das eigene Handeln: 76 Prozent geben an, dass sie die Neuregelung als Vereinfachung empfänden, um alte Elektrogeräte umweltgerecht zu entsorgen.

Ein gutes Drittel der Befragten nimmt die neue Rechtslage zum Anlass, sich von lange eingelagertem Schrott zu trennen. Einzelhändler müssen sich also möglicherweise auf eine Entsorgungswelle vorbereiten. Filialgeschäfte sind dabei stärker betroffen: 62 Prozent der Kunden haben vor, ihre ausgedienten Geräte zukünftig in Läden abzugeben. Die kostenlose Rücksendung an Online-Händler ist nur für 25 Prozent der Kunden das Mittel der Wahl. Trotz der neuen Auswahl der Entsorgungsmethoden wäre es den Kunden jedoch am liebsten, es entstünde gar nicht erst so viel Müll. 85 Prozent der Befragten wünschen sich Elektrogeräte mit einer längeren Lebensdauer.

Mickael Froger, CEO bei Lengow / Bildnachweis: Lengow

Mickael Froger, CEO bei Lengow / Bildnachweis: Lengow

„Auch, wenn die Rückgabewelle wohl zunächst die Filialgeschäfte betreffen wird, müssen sich die Online-Händler mit den Konsequenzen des Gesetzes nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Verkauf auseinandersetzen“, sagt Mickael Froger, CEO bei Lengow.


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Cara Hönkhaus ist seit Februar 2015 bei Frau Wenk +++. Sie absolvierte hier ihr PR-Volontariat und ist seit August 2016 PR-Assistentin. An der Hochschule Fresenius studierte sie Media & Communication Management. Erste Erfahrungen im Online Marketing sammelte sie bereits als Werkstudentin bei der SEO-Agentur Testroom GmbH.

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