Fintech Week in Hamburg: „InsurTechs – gekommen, um zu bleiben“

Volles Haus bei der Fintech Week in Hambug (Credit: Katrin Bpunkt / Fintech Week Hamburg)

Volles Haus bei der Fintech Week in Hambug (Credit: Katrin Bpunkt / Fintech Week Hamburg)

Die Versicherungswirtschaft ist ein Milliardenmarkt und die Digitalisierung verändert fast alles. Am 10. Oktober traf sich die InsurTech-Szene bei der ersten Hamburger Fintech Week, um sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Im Betahaus im Hamburger Schanzenviertel diskutierten rund 50 Experten über die Lage im digitalen Versicherungsmarkt. Susanne Petersen von Frau Wenk +++ war vor Ort und hat die zentralen Thesen eingesammelt.

Fakt ist: Der Markt für InsurTechs ist da und die Berechtigung der Start-ups kann nicht mehr abgestritten werden. Tilman Freyenhagen, Moderator der Veranstaltung und Geschäftsführer des Alsterspree-Verlages machte es deutlich: Die digitale Versicherungsbranche sei deutlich potenter und drei Mal größer als der E-Commerce-Markt. Der aktuelle Hype im InsurTech-Bereich sei daher mehr als logisch. Investoren heizten den Markt an, klassische Versicherer kämpften mit sinkenden Zinsen und veralteten Systemen und insgesamt gebe es einen Generationswechsel. Die jüngeren Akteure möchten den digitalen Wandel vollziehen, so sein Fazit.

Oliver Oster, Gründer von OptioPay sieht den Vorteil der InsurTechs darin, dass sie ein schlankes Produkt für den digitalen Kunden bieten. Das Produkt erkläre sich selbst, der Kunde müsse dadurch keinen „Schmerz im Versicherungsthema“ erleben.

Die Branche im Umbruch

Ob klassisch oder digital: Stefan Herbst, Gründer der Haftpflichthelden, hielt den „Kollektivgedanken“ hoch – der Kunde müsse immer im Mittelpunkt stehen. Von Konkurrenz hält Herbst wenig – Kooperationen seien Pflicht. Sein Appell: weg von Monokausalitäten hin zu integrativem Pluralismus. Der Umbruch sei sowieso da, und würde sich beschleunigen, wenn erst einmal die Maschinen anfingen, untereinander zu kommunizieren.

Zehn Gründe, warum InsurTechs und Versicherungen sich nicht mögen und umgekehrt, brachte Henning Plagemann von Sopra Steria Consulting in die Runde. Gute Gründe gebe es auf beiden Seiten. Er warnte die Start-ups, die Situation zu verkennen. Die klassischen Versicherer hätten längst den Staubsauger angemacht, da müssten sich die InsurTechs warm anziehen. Die große Zukunft prophezeit der Consultant den Context Based Services – wenn der Kunde vollkommen transparent sei und damit Risikoausschlüsse verwirklichbar wären, würde es richtig disruptiv.

Einzig und allein Tesla sei ein disruptives InsurTech! Mit dieser These meldete sich Jannis Holthusen, Gründer von Upchain, zu Wort. „Autopilot an, und wir brauchen keine Versicherung mehr“.

Fazit

InsurTechs wie Clark, Friendsurance oder Community Life bleiben – der Markt ist riesig. Es geht nicht mehr um Konkurrenz, sondern um Möglichkeiten. Und während alle auf die echte Disruption warten, verändern sie mit ihren Start-ups bereits eine ganze Branche.

Übrigens: Clutch, unser neues Gesellschaftsmagazin für die digitale Welt, war diesjähriger Medienpartner der FinTech Week in der Hansestadt. In der ersten Ausgabe berichtet Claudia Lang vom InsurTech Community Life über ihren erfolgreichen Weg zum eigenen Start-up.

unbenannt

 

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Über die Autorin

Susanne Petersen ist Freelancerin und als Senior Digital PR Consultant für Frau Wenk +++ aktiv. Auf das Internet hat sie sich schon in den frühen 90ern gestürzt, weil es ihren unbändigen Hunger auf Informationen stillt.

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