B.A.U.M.-Jahrestagung: Digitalisierung aus neuer Perspektive betrachtet

Am 14. und 15. November lädt B.A.U.M. zu seiner Jahrestagung nach Bonn (Bild: B.A.U.M.)

Am 14. und 15. November lädt B.A.U.M. zu seiner Jahrestagung nach Bonn (Bild: B.A.U.M.)

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. veranstaltet am 14. und 15. November in Bonn seine Jahrestagung. Im Fokus steht das Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“. Wir haben im Vorfeld der Veranstaltung B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Martin Oldeland zum Thema interviewt.

Auf Ihrer Jahrestagung stellen Sie das Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ in den Mittelpunkt. Warum ist der Aspekt der Nachhaltigkeit für die digitale Transformation so wichtig?

Die digitale Transformation bietet nicht nur die Chance, Geschäftsmodelle anzupassen und neu zu entwickeln, sondern sie wirkt sehr weit auf Unternehmen ein. Um langfristig erfolgreich zu sein, muss man jedoch über die Auswirkungen auf technische Lösungen hinausgehen. Auch der Bereich der Verwaltung, also die klassische Bürotätigkeit, wird sich durch Digitalisierung sehr stark verändern und zu einem Wandel der Arbeitsplätze führen. Das wird in der aktuellen Diskussion leider vernachlässigt. Wir wollen auf unserer Jahrestagung zum Beispiel beleuchten, wie mit Hilfe der Digitalisierung wirkliche Ressourceneffizienz gelingen kann oder wie sich die zu erwartenden Veränderungen in der Arbeitswelt kreativ zum Vorteil des Unternehmens und der Beschäftigten nutzen lassen.

Martin Oldeland, Mitglied des Vorstands von B.A.U.M. e. V. (Bild: B.A.U.M.)

Martin Oldeland, Mitglied des Vorstands von B.A.U.M. e. V. (Bild: B.A.U.M.)

Welche Verantwortung tragen die Unternehmen hierbei?

Unternehmen sind wichtige Akteure der Digitalisierung – schon aus eigenem Interesse. Uns ist aber wichtig, dass die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche bei dieser Transformation miteinander kooperieren. Deshalb bringen wir Unternehmensvertreter, Wissenschaftler und Vertreter von Politik und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch. Unternehmen empfehle ich, bei dem Thema Digitalisierung unbedingt von Beginn an Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen, um zu ganzheitlichen, erfolgreichen Lösungen zu kommen.

Die digitale Transformation birgt Chancen, aber auch Risiken. Welches sind die größten Herausforderungen aus Ihrer Sicht? Und wie können diese angegangen werden?

Digitalisierung kann und wird Märkte entscheidend verändern. Bekannte Beispiele sind Uber und Airbnb, die ohne Digitalisierung nicht so erfolgreich wären und die in ihren jeweiligen Branchen die bestehenden Geschäftsmodelle erheblich in Frage stellen. Unternehmen müssen sich auf solche Disruptionen vorbereiten, Ansätze für eigene digitale Geschäftsmodelle suchen und auch Kooperationen innerhalb der Branche eingehen. Hierbei will unser Netzwerk unterstützen.

Was macht ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in der Digitalisierung aus und wie wird die Arbeitswelt dort in Zukunft im besten Fall aussehen?

Ein zukunftssicher ausgerichtetes Unternehmen nutzt die Chancen der Digitalisierung auch, um die eigene Nachhaltigkeitsstrategie zu optimieren, zum Beispiel durch Nutzung von Einsparpotenzialen im Bereich Ressourcen, also Energie, Materialien usw. Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung langfristig erfolgreich stellen wollen, brauchen für diese Veränderungen gut qualifizierte Mitarbeiter. Hier geht es aber nicht nur um geeignete Fortbildungen, sondern um eine Unternehmenskultur, die dazu beiträgt, das kreative Potenzial im Unternehmen auszuschöpfen. Ansätze aus dem Nachhaltigkeitsmanagement wie Familienfreundlichkeit im Unternehmen oder Diversity Management sind hier förderlich. Außerdem eine hohe Transparenz in den Entscheidungen und flache Hierarchien. Wichtig ist, dass nicht Angst vor Veränderungen oder gar Arbeitslosigkeit bei den Mitarbeitern zu einer Blockadehaltung in Sachen Digitalisierung führt. Es gilt, die Chancen deutlich zu machen.

 

baum_logo-transparentBei der B.A.U.M.-Jahrestagung geben Experten Impulse und erarbeiten mit den Teilnehmern Lösungsansätze zu zentralen Fragen der Digitalisierung. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden stehen daher auch Workshops auf der Agenda. Absolventen der School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut coachen die Teilnehmer in einem „Fast-Track“ bei der exemplarischen Entwicklung von Prototypen mittels Design Thinking. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

Im Rahmen unseres Magazins Clutch, dem neuen Gesellschaftsmagazin für die digitale Welt, kooperieren wir mit den Veranstaltern.

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Stefanie Müller ist seit Januar 2016 PR-Redakteurin bei der Agentur Frau Wenk +++. Erste PR-Erfahrungen sammelte sie bei Faktor 3. Ihr Volontariat absolvierte sie in der Fachredaktion von OnetoOne, wo sie sich unter anderem Kenntnisse der AdTech-Branche und Internetwirtschaft aneignete. Dort war sie zuletzt als Redakteurin für Print und Online tätig.

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Dies ist ein Service der Agentur Frau Wenk+++ PR & Marketing für die digitale Welt aus Hamburg