C-Level-Update: Werbeplatz-Dilemma, Snaps Börsengang, Digitaler Messias gesucht

Für viele Tech-Unternehmen endete diese Woche ihr Geschäftsquartal an der Börse (Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/kindee/289253349/">douglemoine</a> via <a href="https://visualhunt.com">Visual hunt</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/"> CC BY-ND</a>)

Für viele Tech-Unternehmen endete diese Woche ihr Geschäftsquartal an der Börse (Bild: douglemoine via Visual hunt / CC BY-ND)

Diese Woche blickte die Branche gespannt auf die Börse. Zahlreiche Tech-Firmen gaben ihre Quartalszahlen bekannt – darunter auch Facebook. Das Unternehmen konnte wieder einmal Rekorde vermelden, fraglich ist, ob sich diese Entwicklung langfristig beibehalten lässt. Auch Snap will an die Wall Street. Viel wurde im Vorfeld über den IPO spekuliert, nun wird es offenbar ernst.

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Facebook hat ein Werbeplatz-Dilemma
Facebook konnte das Q4 2016 wieder erfolgreich abschließen und neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn vermelden. Mit 3,57 Milliarden Dollar lag der Nettogewinn sogar doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Haupteinnahmequelle ist nach wie vor die Werbung. Die dürfte allerdings bald an ihre Grenzen stoßen, denn Werbeplätze bei Facebook sind nicht unbegrenzt vorhanden, weil das Unternehmen die Newsfeeds der User nicht übermäßig mit Ads bestücken kann. Noch hat das Unternehmen die Möglichkeit die Plattformen Instagram, Messenger und Audience Network, die ebenfalls zu Facebook gehören, stärker mit Werbung zu versehen. In Zukunft könnte das Unternehmen zudem mehr auf Ads in Videos setzen.
Kontakter.de, Marketingland.com

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Snap geht mit Verlusten an die Börse
Für die Snapchat-Mutter Snap wird es ernst. Das Unternehmen plant seinen Börsengang für März und strebt einen Emissionserlös von drei Milliarden Dollar an. Ein Blick auf die Geschäftsentwicklung offenbart allerdings, dass die Nutzerzahlen von Snapchat zwar weiter wachsen, das Unternehmen 2016 aber dennoch Verluste machte. Für den NYU-Professor Scott Galloway hat Snap seine besten Zeiten längst hinter sich, wie er auf der Technologiekonferenz DLD Anfang des Jahres in München prognostizierte.
Wiwo.de, Meedia.de

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„Die meisten Unternehmen warten auf den digitalen Messias“
Die digitale Transformation kann nur gelingen, wenn der CEO an der Spitze vorangeht, schreibt Netzökonom Holger Schmidt auf seinem Blog und erläutert, warum der digitale Wandel in Deutschland meist auf der Technologieebene stecken bleibt. Zu den größten Hindernissen zählen in den Unternehmen offenbar die Firmenkultur, Struktur und Organisation. Technologie oder Kompetenzen spielen hingegen nur geringe Rollen.
Netzoekonom.de

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Kaum Widerstand aus dem Silicon Valley
Mittlerweile vergeht kaum ein Tag, an dem US-Präsident Trump nicht mit neuen Dekreten in den Medien steht. Die Reaktionen von Facebook, Google, Apple und den Unternehmen aus dem Silicon Valley fielen bislang eher mäßig aus. Dabei erwarten Trump-Gegner unmissverständliche Stellungnahmen und handfeste Reaktionen von den oftmals von Einwanderern gegründeten Tech-Unternehmen. Der große Widerstand blieb jedoch bislang aus.
Zeit.de

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Das Geschäft mit den Sternen bröckelt
Amazon hat zehntausende sogenannter incentivierter Bewertungen, also Bewertungen, für die ein Kunde ein kostenloses oder stark vergünstigtes Produkt erhält, gelöscht. Diese Vorgehensweise behebt allerdings nicht das Grundproblem, wie t3n-Redakteur Jochen Fuchs in einem Kommentar kritisiert. Das System mit den Sternen würde schon lange nicht mehr funktionieren und Änderungen seien dringend nötig. Händler müssten es schaffen, wieder mehr echte Kunden zum Bewerten zu animieren.
T3n.de

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Stefanie Müller ist seit Januar 2016 PR-Redakteurin bei der Agentur Frau Wenk +++. Erste PR-Erfahrungen sammelte sie bei Faktor 3. Ihr Volontariat absolvierte sie in der Fachredaktion von OnetoOne, wo sie sich unter anderem Kenntnisse der AdTech-Branche und Internetwirtschaft aneignete. Dort war sie zuletzt als Redakteurin für Print und Online tätig.

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Dies ist ein Service der Agentur Frau Wenk+++ PR & Marketing für die digitale Welt aus Hamburg