C-Level-Update: Adtech-Branche am Pranger, Googles Adblocker, Globaler Werbemarkt

Die Adtech-Branche befindet sich derzeit in unruhigen Zeiten (Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/christianebue/16236603926/">ChristianeBue</a> via <a href="https://visualhunt.com/re/89e145">Visual Hunt</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/"> CC BY-ND</a>)

Die Adtech-Branche befindet sich derzeit in unruhigen Zeiten (Bild: ChristianeBue via Visual Hunt / CC BY-ND)

Digitale Werbung ist unter Beschuss geraten und die Adtech-Branche erfährt gerade viel Gegenwind. Werbe-Urgestein Bob Hoffmann hat in einer Brandrede mit der Branche abgerechnet und zeigt die Missstände auf. Und sogar Google will seinen Browser Chrome Gerüchten zufolge im Sommer mit einem Adblocker ausstatten. Wie werden sich die Diskussionen und Entwicklungen langfristig auswirken? Worüber die Branche sonst noch spricht, lesen Sie in unserem C-Level-Update (hier abonnieren).

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„Adtech ist zur Plage geworden“
Eine Abrechung mit der Adtech-Branche kam diese Woche von Bob Hoffman, einem amerikanischen Werbe-Urgestein, der sich auf der Konferenz der World Federation of Advertisers äußerst kritisch über die Zustände in der Werbeindustrie beschwerte. Werbetechnologie habe Korruption und Betrug Tür und Tor geöffnet ist noch eine der milderen Aussagen Hoffmans. Mr. Media Thomas Koch hat die furiose Rede für W&V ins Deutsche übersetzt.
Wuv.de

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Installiert Google in Chrome bald einen Adblocker?
Gerüchten zufolge will Google seinen Browser Chrome mit einem eigenen Werbeblocker ausstatten, der störende Werbung für Nutzer herausfiltern soll. Für Medienunternehmen wäre dies ein fatales Signal. Sie müssten einmal mehr um das Wegbrechen ihrer Einnahmequellen im Web bangen. Die Verbreitung von Chrome liegt weltweit zwischen 25 und 40 Prozent. Google gehört auch der Coalition for better Ads an und ist neben Facebook einer der prominentesten Bündnispartner. Für die Koalition wäre der vorinstallierte Blocker ein wichtiges Signal. Bislang hat sich Google zu den Gerüchten noch nicht geäußert.
Wsj.com, Horizont.net

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Google und Facebook geben im globalen Werbemarkt den Ton an
Im vergangenen Jahr haben Google und Facebook ein Fünftel der weltweiten Werbeausgaben auf sich vereinigt, so das Ergebnis einer Studie von Zenith, in dem die Top Thirty Global Media Owners untersucht werden. Zwischen 2012 und 2016 entfielen 64 Prozent des globalen Wachstums auf die beiden Konzerne. Auf Platz drei der weltweit stärksten Medienanbieter steht Comcast mit einem Werbeumsatz von 12,9 Milliarden Dollar. Auch die Quartalszahlen von Facebook können sich sehen lassen: Das Online-Netzwerk erwirtschaftete im vergangenen Quartal 3 Milliarden Dollar. Damit konnte Facebook seinen Gewinn um 77 Prozent steigern.
New-business.de, Meedia.de

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Wer trägt die Verantwortung für Algorithmen?
Eigentlich sollen Algorithmen unser Leben leichter machen. Da sie jedoch von Menschen entworfen wurden, machen sie Fehler. Das kann mitunter lebensverändernde Konsequenzen für die Menschen mit sich ziehen. Wer ist nun für diese Fehler verantwortlich? Dieser Frage ging eine Journalistin von Techcrunch nach. Sie appelliert für mehr Transparenz bei algorithmischen Entscheidungen und sieht alle Marktteilnehmer in der Pflicht, einen konkreten Prozess festzulegen, um Algorithmen und die Tech-Unternehmen dahinter zur Verantwortung zu ziehen, schließlich würden die Algorithmen immer mächtiger und einflussreicher.
Techcrunch.com

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Amazon kämpft mit einer Betrugswelle
Amazon hat ein Problem. Immer mehr gefälschte Produkte werden über den Marktplatz vertrieben. Das verstimmt Händler und verunsichert Kunden. Greift der US-Konzern nicht bald durch, wird er Schaden davontragen. Ein Kommentar von T3n.de setzt sich kritisch mit den Probleme des Online-Händlers auseinander und zeigt auf, warum Amazon dringend reagieren muss.
T3n.de

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Stefanie Müller ist seit Januar 2016 PR-Redakteurin bei der Agentur Frau Wenk +++. Erste PR-Erfahrungen sammelte sie bei Faktor 3. Ihr Volontariat absolvierte sie in der Fachredaktion von OnetoOne, wo sie sich unter anderem Kenntnisse der AdTech-Branche und Internetwirtschaft aneignete. Dort war sie zuletzt als Redakteurin für Print und Online tätig.

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Dies ist ein Service der Agentur Frau Wenk+++ PR & Marketing für die digitale Welt aus Hamburg